Wie man es nicht macht: Personalisierte Werbung auf Sächsisch

Zielgruppengerechte Werbung ist ein alter Hut. Als ich aber heute bei YouTube ein Video anschauen wollte, dachte ich zunächst, der Werbeclip vor dem eigentlichen Video will mich verarschen.

Anscheinend ist es für YouTube problemlos möglich, anhand meiner IP-Adresse festzustellen, dass ich mich in Sachsen aufhalte. Der Energieanbieter Yello nutzt das aus und spielt mir seinen aktuellen Spot nicht in der normalen hochdeutschen Version aus, sondern in einer speziellen sächsischen Ausgabe. Ein kurzer WTF-Moment stellt sich ein.

An sich ja keine blöde Idee, wenn es gut gemacht wäre und der Sprecher im Gegensatz zum Original nicht wie ein – sorry – beschränkter Möchtegern-Sachse klingen würde. Damit komme ich mir ehrlich gesagt etwas verarscht vor und ich empfinde das auch irgendwie diskreditierend. Und das, obwohl ich als geborener Thüringer nicht mal Sächsisch spreche.

Aber vergleicht selbst …

Yello Werbespot „Wer hat eigentlich gesagt?“

Yello Werbespot „Wer hat eigentlich gesagt?“ auf Sächsisch