Wasserkocher und Mikroplastik

Wasserkocher

Seit geraumer Zeit stand bei mir die Anschaffung eines neuen Wasserkochers auf dem Plan. Ich spielte mit dem Gedanken, das alte Modell aus Kunststoff gegen ein hochwertigeres Modell aus Glas oder Edelstahl auszutauschen.

Um ehrlich zu sein, das Thema Mikroplastik spielte bei diesem Gedankengang noch gar keine Rolle, obwohl ich bei anderen Produkten stets darauf achte, Mikroplastik so weit wie möglich zu vermeiden.

Beim NDR Ratgeber und Marktcheck ging dann dieser Tage ein fast identischer Beitrag auf Sendung, der das Thema für mich wieder in den Fokus rückte.

Die Ergebnisse sind eindeutig, auch wenn aktuell noch nicht final abgeschätzt werden kann, wie sich das Ganze (langfristig) auf den menschlichen Organismus auswirkt. Da es weder belastbare Studien noch gesetzliche Grenzwerte in diesem Bereich gibt, will auch ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und irgend eine generelle Schädlichkeit in die Welt setzen.

Dennoch, der gesunde Menschenverstand und das ungute Gefühl führten zu einem Schluss: Der nächste Wasserkocher wird ein Modell aus Edelstahl.

Klingt erstmal easy, ist es aber ganz und gar nicht. Ich habe im Elektronikhandel gestöbert und bin nicht im Ansatz fündig geworden. Vorgabe war: Das kochende bzw. heiße Wasser soll ausschließlich mit Edelstahl (oder notfalls Glas) in Berührung kommen, nicht aber mit Kunststoff.

Zudem sollten mind. 1,5 Liter reinpassen und eine kabellose Aufnahme des Kochers sollte ebenso vorhanden sein. Nicht zwingend erforderlich, aber nett wäre zudem eine Außenisolierung gegen Hitze, damit man das Gerät von außen auch anfassen kann (hier zieht Glas stets den Kürzeren).

Erstes Ergebnis: Es gibt keinen bekannteren Hersteller, der solch einen Wasserkocher verkauft. Alles was dazu im Handel zu finden war, ging eher in Richtung Teekessel. Zudem waren sämtliche Glas- oder Edelstahlwasserkocher mit Kunststoffteilen im Innenraum oder mindestens im Inneren des Deckels und des Ausgusses versehen.

Auch meine Onlinerecherche war sehr enttäuschend. Selbst nach intensiver Suche landete ich immer wieder bei nur zwei „China-Modellen“, die noch dazu exklusiv über Amazon verkauft werden. Anscheinend hat hier der Hersteller „Aicok“ die Nische erkannt und füllt diese aus.

Ich habe ein Modell davon geordert und der Langzeittest steht noch bevor. Falls ich zwischenzeitlich noch Alternativen finden sollte oder ihr welche kennt, dann verweise ich gerne noch auf diese. Generell würde mich natürlich interessieren, ob die Thematik euch bereits beschäftigt hat und zu welchem Schluss ihr gekommen seid.

Update: Mit nur 1,5 Litern und etwas weniger Watt, wäre noch ein Modell von Xiaomi eine Alternative.

Update 2: Das verlinkte Modell von Amazon war leider ein Reinfall. Ich probiere dann jetzt doch den Xiaomi.

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