VERO

Um das Netzwerk VERO hat sich aktuell ein kleiner Hype entwickelt. Nicht weil es überragend gut wäre, sondern weil es neu ist. Kein Hype, der irgendwie außerhalb meiner Onlineblase stattfinden würde, aber eben dieser typische Early-Adopter-Hype. Ich habe das auch mal ausprobiert.

Zwei Kritikpunkte zu VERO machen aktuell die Runde. Zum einen die teilweise sehr miese Performance, mit immer wiederkehrenden Ausfällen. Und zum anderen wird (zu Recht) rege über die Köpfe hinter VERO diskutiert.

Die Bugs, egal woher sie kommen mögen, nerven auch mich. Mein Hauptkritikpunkt wären sie aber nicht. Vielmehr mischt VERO interessante Ansätze, die ich mir auch auf anderen Netzwerken wünschen würde, mit einer hässlichen und teilweise undurchdachten Oberfläche.

Das stufenweise Teilen von Inhalten, das „Befreundet sein“ oder „nur Folgen“, die tolle Medien- und Standortintegration sowie stets chronologisch geordnete Inhalte, solche Dinge fehlen mir zum Beispiel bei Twitter oder Instagram sehr.

Auf fünf Hauptmenüpunkte, mit zig Unterpunkten, Submenüs und Optionen, gepfercht in ein UI, welches an die Optik von Windows Vista erinnert, kann ich aber gerne verzichten. Selten habe ich eine App erlebt, die sich von den Features her so fortschrittlich, aber von Optik und UI her so rückständig anfühlt.

Da VERO irgendwann von den Nutzern finanziert werden soll, damit Werbung die Plattform nicht so kaputt macht, wie das bei Facebook oder Instagram der Fall ist, wird sich das Netzwerk langfristig vermutlich genau so durchsetzen, wie App.net.

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