Microsoft WebMatrix – Fluch oder Segen?

Immer wenn irgendwo im Internet ein Programm auftaucht, mit dem man als Laie ohne Fachwissen Webseiten zusammenklicken kann, könnte der anspruchsvolle Webentwickler sich die Kugel geben. Auf der anderen Seite liegt es auf der Hand, dass es Werkzeuge geben muss, die es auch unerfahrenen Nutzern erlauben, sich überhaupt mit der Materie auseinanderzusetzen. Man kann von solchen Programmen nun halten was man will, so lange sie den Einblick in den Quellcode gestatten, sind sie durchaus hilfreich, um sich mit der Sache an sich zu beschäftigen.

Viel kostenlose Auswahl an solchen sogenannten WYSIWYG-Programmen, gibt es derzeit nicht. Nachdem Mozilla vor längerer Zeit bereits sein NVU eingestellt hat, lebt diese Software derzeit unter dem Namen KompoZer weiter, ein mächtiges Werkzeug ist diese aber noch lange nicht. Microsoft will nun mit dem kostenlosen Programm WebMatrix, welches gerade in der finalen Version 1.0 erschienen ist, an die alten Erfolge des Frontpage Editors anknüpfen.

Zum Glück ist es Microsoft gelungen eine Software zu entwickeln, welche deutlich mehr Tiefgang als bisherige Lösungen hat, für eingefleischte Webprogrammierer wird dies allerdings dennoch keine Alternative sein, da diese meist auf „hand coded“ stehen. In der deutschen Wikipedia gibt es eine gute und kurze Zusammenfassung zu Microsoft WebMatrix.

Microsoft WebMatrix ist ein von Microsoft zur Verfügung gestelltes Entwicklungswerkzeug für Webseiten auf unterschiedlichen Plattformen und Frameworks. Der Benutzer hat die Möglichkeit seine Webseiten von Grund auf neu zu entwickeln, existierende Webseiten zu bearbeiten, vorgefertigte Templates zu nutzen oder über die Microsoft Web App Gallery diverse kostenlose Open-Source-Frameworks wie WordPress, Joomla, Drupal, DotNetNuke, etc. zu nutzen. Installation und Verwaltung dieser diversen Content-Management-, Blog- und E-Shop-Systeme funktioniert dabei komplett innerhalb von WebMatrix. WebMatrix umfasst IIS Developer Express (einen Entwicklungs-Webserver), ASP.NET (ein Web-Framework) und SQL Server Compact (eine eingebettete Datenbank).

Was meint ihr, brauchen wir solche Programme, um auch Laien und lernunwillige Nutzer an die Webprogrammierung heranzuführen, oder wird es dadurch zu einer Flut von neuen mülligen Webseiten kommen?

Wikipedia Auszug steht unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“.

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