Google Mail: 160.000 naive Nutzer verlieren ihre E-Mails – Wie man sich davor schützt!

Alles in die Cloud! Google, das Vorzeigeobjekt für kostenlose Dienste, welche fast ausschließlich in der Cloud werkeln hat es heute mit einer etwas unerfreulichen Nachricht in die Medien geschafft. Von den ca. 200 Millionen Google Mail-Nutzern waren ca. 0,08 Prozent, also an die 160.000, von einem Totalausfall ihres Google Mail-Accounts betroffen.

Kleines Problem, große Wirkung

Nachdem es von Googles Seite zunächst hieß, es seien maximal 0,29 Prozent der Nutzer betroffen, korrigierte Google diese Zahl auf maximal 0,08 Prozent der Nutzer. Geht man von rund 200 Millionen Nutzern aus, wären das noch immer rund 160.000 Nutzer, die von dem Problem betroffen waren. Auf einmal waren die Postfächer leer, da es wohl Datenbankprobleme gab. Das zeigt in meinen Augen nur eins, vor Datenverlust ist keiner geschützt, auch Google nicht und es ist naiv zu glauben, man brauche in der Cloud keine Sicherung. Sicher, durch diverse Backupstrategien ist es Google wohl möglich, alles wiederherzustellen, aber wer begibt sich denn gerne in vollständige Abhängigkeit?

Viel evon uns haben sich wohl in letzter Zeit zu wenig Gedanken über ein lokales Backup gemacht. Immer mehr Dienste wandern in die Cloud, immer mehr Daten auf fremden Servern, immer mehr kostenlose Angebote, deren Geschäftsmodell ab und an nicht ganz klar ist. Im Fall vom beliebten Online-Speicher Dropbox liegen die Dinge recht eindeutig. Man schaufelt alles auf irgendwelche Server, behält aber stets den gleichen Datenbestand auf dem eigenen Computer. Warum geht das eigentlich bei Google Diensten noch nicht?

Das Multitalent für E-Mail-Backups

Hätte man etwas die Firma bemüht, die gerade die Daten verloren hat, nämlich Google, so wäre man wohl frühzeitig auf das kostenlose Programm MailStore Home gestoßen. Diese Software nutze ich jetzt bereits ein paar Monate und zwar in der portablen Version. Damit lassen sich problemlos sämtliche Daten aus folgenden Orten lokal sichern:

  • Internet-Postfächer wie z.B. Google Mail oder Yahoo Mail
  • Beliebige Postfächer über POP3 oder IMAP
  • Microsoft Outlook 2000, XP, 2003, 2007, 2010
  • Microsoft Outlook Express und Windows Mail
  • Microsoft Exchange Server und Hosted Exchange
  • Mozilla Thunderbird und SeaMonkey
  • .eml und andere E-Mail-Dateien

Der Vorteil bei MailStore Home, es gibt eine portable Version und dreimal dürft ihr raten, wo ich diese liegen habe. Richtig, in meinem Dropbox-Ordner. Ich kann also nicht nur konfigurieren welche Ordner bzw. Label genau gesichert werden sollen, sondern habe somit meine E-Mails einmal bei Google, einmal lokal und einmal in meiner Dropbox. Zumindest bin ich so vor einem Google Mail-Ausfall und vor einem lokalen Crash gesichert.

Ich kann nur jedem anraten, sich über Backuplösungen für Daten in der Cloud Gedanken zu machen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

Solltet ihr weitere Tipps für ähnliche Programme wie MailStore Home haben, immer her damit! (:

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